Celtachor – Nuada of the Silver Arm

Celtachor - Nuada of the Silver Arm

Wenn man sich immer wieder gerne an die schöne irische Küste zurücksehnt, dann sollte man nicht versäumen, sich das neue Celtachor-Werk in sein Domizil zu holen. Der Blackened Folk Metal des Fünfergespanns lässt sich am ehesten mit einer stark schäumenden Brandung vergleichen, die unermüdlich gegen die wilden und zerklüfteten Landstriche Irlands ankämpft. Das mag zwar stellenweise ebenso karg wie das Landschaftsbild der grünen Insel wirken, aber gerade dies gibt der Musik diesen unverwechselbaren Charakterzug, eine Handschrift wie sie bei den Pionieren Cruachan oder vielleicht auch noch bei den deutschen Wikingern von Taunusheim in ähnlicher Form wahrgenommen werden kann. Hier und da setzen die Bodhrán, eine irische Whistle und wohl platzierte epische Choreinlagen zusätzliche und willkommene Akzente im Klangbild, welche dem Zuhörer die leidenschaftliche Hingabe der Musiker an die alten Traditionen und Mythen ihres Landes noch um einiges authentischer näher bringen. Es ist ein sehr tiefgründiger und vor allem ehrlicher Heiden-Metal, der sich um keine Trends schert, sich aber auch nicht der Lächerlichkeit preisgibt und das mittlerweile oft zu Unrecht belächelte Genre wieder ein Stück weit nach vorne bringt. Celtachor beschreiten wagemutig und erhobenem Hauptes den selbst erwählten Pfad, der nicht nur schwarzmetallisch und folkig, sondern auch eine leichte Doom-Note aufweist und von daher eine relativ breitgefächerte Hörerschaft ansprechen müsste. Als Pagan-Mataller muss man diese Band einfach nur supporten was das Zeug hält! Schließlich kann man sich bei so einer starken Musik wieder voller Inbrunst in seine Felle einhüllen und das gefüllte Met-Horn in die Höhe schwingen. Sláinte agus táinte!

(auch veröffentlicht im Hammerheart Fanzine #10, Mai 2016)