Deitus – Acta Non Verba

Deitus - Acta Non Verba

Des einen Pech ist oft des anderen Glück. Das lehrt uns nicht nur ein weiser Spruch sondern vor allem die Lebenserfahrung. In seltenen Fällen kann aber auch das eigene Pech gleichzeitig das eigene Glück bedeuten. So habe ich vor nicht allzu langer Zeit anstelle der bestellten Speirling-Kassette fälschlicherweise das Tape „Acta Non Verba“ von der mir bis dahin noch unbekannten Londoner Band Deitus von Ulthar Records zugeschickt bekommen. Zuerst habe ich mich deswegen natürlich etwas geärgert, aber nach einem ersten Höranlauf hat sich meine Laune direkt wieder aufgehellt, hat mich doch der schnörkellos und brachial gespielte Black Metal des sich recht kämpferisch gebenden Dreiergespanns herrlich unverhofft und wuchtig an die Wand geklatscht. Yes! So muss das sein beim Black Metal! Schließlich ist das keine Musik für Leute mit Weichspüler im Blut. Als ich etwas später die Speirling kostenlos nachgeliefert bekam, hat sich das anfängliche Pech doch noch in (zwar nur ein kleines, aber dennoch reines) Glück gewandelt.

Dem Artwork des Covers nach zu urteilen sind bei Deitus noch echte Wölfe im Schafspelz am Werke, die sich mit Fleisch und Blut ganz und gar dem unheiligen akustischen Terror an der Menschheit verpflichtet fühlen. Und wie es sich geziemt, wird dies natürlich mit einem absolut inbrünstigen Hass und einer großen Portion Verderbtheit zelebriert. Die sechs musikalischen Ergüsse bestehen zwar „nur“ aus neuen Arrangements nach altbewährter Black-Metal-Rezeptur, aber diese sind einfach nur fabelhaft zusammengesetzt. Schon der Opener „Manifest“ geht mit Vollgas hinab in die finstersten Ecken des Gerüsts der schwarzen Kunst und weiß mit fetten Riffs und einem höllischen Gesang auf Anhieb zu überzeugen. Danach folgt erst ein kurzes Intermezzo, bevor mit „Lightbearer“ eine absolut genial eingeprügelte (und meine liebste) Nummer aufblitzt, die selbst die Toten in ihren Gräbern aufwecken und zum Moschen animieren könnte. Die beiden nachfolgenden Tracks „Ladder of Divine Ascent“ und „Todestrieb“ schlagen eine ähnliche, jedoch etwas weniger mitreißende Richtung ein, wogegen das nur kurze Schlusslicht „Highest Power“ nicht ganz meinen Anklang findet, da es sich ein wenig punkig und irgendwie aufgesetzt in meinen Gehörgängen anfühlt. Aber das ist nur ein winzigkleiner persönlicher Kritikpunkt meinerseits. Insgesamt gilt: Wer auf starken und geradlinigen Black Metal steht, der ist hier pechschwarzrichtig!


Bad luck for one man is good luck for another. This is teaches not only a wise saying, but above all life experience. In rare cases, however, your own luck can also mean your own happiness. Not long ago I ordered a Speirling tape through Ulthar Records, but wrongly they send „Acta Non Verba“ by the band Deitus from London. At first I was a bit annoyed, but after first listening my mood brightened right again. The uncompromisingly and brachially played black metal of the fierce three-man team blew me unexpected and powerful to the wall. Yes! That’s how it must be with black metal! At last this isn’t music for people with softener in their blood. When I got the Speirling tape a bit later, the initial bad luck changed into (only small, but still pure) luck.

According to the cover artwork, Deitus are real wolves in sheep’s clothing, who feel themselves bound with flesh and blood to the unholy acoustic terror against mankind. And as it should be, this is of course celebrated with an absolutely fervent hatred and a big portion of depravity. The six musical effusions consist „only“ of new arrangements according to the well-tried black betal recipe, but these are simply fabulous composed. The opener „Manifest“ already goes down into the darkest corners of the black art’s scaffolding with full throttle and knows how to convince with fat riffs and an infernal singing immediately. Then a short intermezzo follows, after the absolutely ingenious (and my dearest) track „Lightbearer“ could even wake the dead in their graves and animate one to shake his hair. The following two tracks, „Ladder of Divine Ascent“ and „Todestrieb“, suggest a similar, but somehow less invective direction, while the only short „Highest Power“ is not quite appealing to me, because it is a bit punky and somehow artificial. But this is just a little personal criticism on my part. All in all: If you are on strong and straightforward black metal, you’re pitch-black right with this!