Forndom – Dauðra Dura

Forndom - Daudra Dura

It’s now time once again to enter the musical world of Forndom, a world where the music sets tone to the old Scandinavian way to live, believe and act.

Nun, ich gestehe, hiermit betrete ich die musikalische Welt von Forndom mit ihrem im Januar dieses Jahres erschienenen Werk „Dauðra Dura“ zum ersten Mal. Und somit auch eine, sagen wir mal spezielle Art und Weise den alten nordischen Lebensweg in Noten und Tönen zu reflektieren. Warum speziell? Darauf würde ich gerne später noch zu sprechen kommen. Halten wir an dieser Stelle einfach erst mal fest, dass „Dauðra Dura“ einen unverkennbar meditativen Charme besitzt. Mit viel Gefühl für die düstere Stimmung des dominanten Album-Themas „Tod“ und die Art, wie er im nicht näher definierten „alten Norden“ betrachtet wurde, gehen Forndom sehr bedächtig ans Werk. Die fast durchweg von ätherischen Trommelschlägen und verschiedenen anderen, sehr entspannend wirkenden Klangerzeugungsmitteln untermalten Stücke des Albums sind unaufdringlich und von angenehm ruhiger Natur. Die nur auf den ersten Blick simpel wirkende Struktur der Songs ist es, die eine intensive Atmosphäre entfacht. Ich fühle mich an ein Lagerfeuer irgendwo auf einer Lichtung im finsteren Wald vesetzt; um mich herum eine Schar von Menschen, die alle zum selben Takt einer mehr gesummten als wirklich wahrnehmbaren Melodie wippen und meditative Texte singen. Dieses Album taugt absolut, um nach einem hektischen Tag „runterzufahren“.

Was ich dennoch etwas speziell finde, ist der nordische Bezug. Vielleicht liegt es an mir, doch kommen mir manche der Stücke eher indianisch vor, als dass ich sie mit Wikingern und Nordmännern in Verbindung bringe. Zum Glück ist diese Empfindung für den Genuss von „Dauðra Dura“ absolut unerheblich. Die naturmystischen Stücke entfalten ihre Wirkung ungehemmt – egal welche regionalen Vorstellungen man mit ihnen verbindet. Besonders angetan hat es mir „Svitjod“, das fünfte Stück des Albums aus dem Hause Nordvis, mit seinem dominanten Cello (ich hoffe, es ist ein Cello, sonst blamiere ich Ahnungsloser mich hier bis auf die Knochen).

Hear the drums far beyond and enter „Dauðra Dura“, The Doors of Death.

Nun, ich glaube damit bringen es Forndom selbst ganz gut auf den Punkt. Wer abseits der Hektik des Alltags mal auf Schlagzeug und E-Gitarre in der Musik verzichten kann/will, der darf seinen Ohren einen Versuch gönnen. Es könnte ihnen schmecken.