Vendul – The Coven Rises

Vendul - The Coven Rises

Satanisch inspirierte und unter dem Symbol des Antikreuzes stehende Musik gehört zwar nicht unbedingt zum Waldhalla-Konzept, aber wir möchten über jedweden hörenswerten Metal berichten und vielversprechenden Underground-Bands auch die in unserer Macht stehende Möglichkeit geben, von anderen Metal-Hörern wahrgenommen zu werden. Das, was die Arnsberger Jungens von Vendul auf ihrem ersten Demo-Tape abliefern, das ist jedenfalls ein gewaltiger Kracher, der mich gleich beim ersten Hörgang total von ihnen überzeugte, so dass ich sie kurzerhand gefragt habe, ob sie nicht vielleicht an unserem Waldhalla-Konzertabend „Schwarzer Herbst“ würden spielen wollen. Eine Live-Darbietung ihres Könnens durfte ich mir schon vorab ansehen, und ich kann sagen, dass sie mit ihrer alcohol-fueled und witchtanic Sound-Klamotte für eine höllenheiße Stimmung sorgen werden!

Auf „The Coven Rises“ hauen uns Vendul, die ihren Stil selbst als Black Heavy Metal Punk bezeichnen, einen herrlich rotzig-dreckigen Metal um die Ohren. Vielleicht nicht im strikten Sinne einer lupenreinen Qualität, aber dieses Tape ist absolut vorzeigefähig – da habe ich schon manch andere Debütalben gehört, die in meinen Ohren wie Müll aus der Tonne klangen. Das Cover-Artwork, die Bandcamp-Präsentation sowie der Tape-Titel geben auch thematisch unverkennbar die Richtung an, in welche sich dieser ein wenig seltsam anmutende Metal-Punk-Ausflug bewegt: Sexuell anzügliche Szenarien eines sich zu Ehren des Gehörnten zusammengefundenen Hexenzirkels dominieren stilistisch das gesamte visuelle Geschehen, was selbstverständlich pure Provokation (nicht nur in Richtung des Christentums) ausstrahlen soll. Dasselbe gilt natürlich auch für die derben Lyrics, die mit einem noch relativ klaren, dafür aber keifenden Gesang vom Sänger Muck regelrecht ausgespien werden. Ein gewisser Dampf machender Punk-Drive ist den vier Songs des Tapes (das aus irgendeinem Hexenprozess-Sampler bestehende Intro ausklammernd) auch nicht abzustreiten, doch dieser ist nicht allzu dominant. Zusammen mit den thrashigen Elementen ist er eher wie das Salz, das in die Suppe gestreut wird, um die perfekte Würze zu erreichen. Am meisten vom „Punk-Salz“ betroffen sind der Song „Metal Punk Attack“ sowie der am Schluss positionierte Titeltrack.

Im Kern kriegt man bei Vendul einen sehr eigenwilligen, geilen sowie mit treibenden Riffs gespickten Mid-Tempo-Metal geboten. Die knapp siebzehnminütige Gesamtheit des Demos bietet zwar eine recht kurze, dafür aber sehr intensive Beschallung. Deshalb unbedingt mal anchecken! Weitere Vendul-Songs sind bereits geschrieben und werden uns hoffentlich am 05.11.2016 im KUMP zum Bier dargeboten werden.